Wie das Nachrücken funktioniert
ab ProWenn jemand auf deiner Warteliste steht und fragt, wann er denn drankommt, solltest du eine ehrliche Antwort geben können. Dieser Artikel beschreibt genau, was nach einer Absage passiert: wer benachrichtigt wird, in welcher Reihenfolge, und warum manchmal jemand nichts bekommt, obwohl scheinbar etwas frei geworden ist.
So geht's
Ein Termin wird frei, durch Storno, deine Absage, eine Ablehnung oder eine Umbuchung.
Das System sucht Wartende für genau diesen Tag und diese Leistung.
Sortiert wird nach Fairness: Wer noch nie ein Angebot bekommen hat, geht vor. Erst danach zählt, wer sich zuerst eingetragen hat.
Die besten drei bekommen gleichzeitig ein Angebot. Wer zuerst klickt, bekommt den Platz.
Verstreicht das Zeitfenster, geht das Angebot an die nächsten, höchstens 20 Nachrückende je Durchlauf.
Warum die Reihenfolge nicht rein nach Eintragung geht
Zuerst zählt, wer noch nie ein Angebot bekommen hat. Erst danach, wer sich früher eingetragen hat.
Der Grund ist einfach: Bei reiner Eintragungsreihenfolge gewinnen bei jedem Storno dieselben drei Personen ganz oben auf der Liste und alle anderen hören nie etwas. Nach zwei Wochen hätten die ersten drei je fünf Angebote bekommen und der Rest keins.
Wer das Rennen um einen Platz verliert, wird dafür nicht bestraft: Er bleibt auf der Liste, und sein Angebotszähler wird zurückgenommen. Nach hinten rutscht nur, wer ein Angebot einfach verstreichen lässt.
Warum das Zeitfenster streng ausgelegt wird
Das Wunsch-Zeitfenster muss den freien Termin vollständig enthalten, nicht nur überlappen. Ein Termin von 14:00 bis 14:30 passt also nicht zu einem Wunsch „bis 14:15“, auch wenn eine Viertelstunde davon im Fenster läge.
Dasselbe gilt für einen ausdrücklichen Mitarbeiterwunsch: Wer Anna angekreuzt hat, bekommt keinen Platz bei Ben. Wer „egal“ gewählt hat, passt überall.
Die Regel dahinter steht so im Code: Ein schlechtes Angebot kostet Vertrauen, ein verpasster Treffer kostet nichts. Wer zweimal ein Angebot bekommt, das nicht passt, liest das dritte nicht mehr.
Der Knopf statt des Links
In der Angebotsmail steht ein Knopf, kein anklickbarer Link, der die Buchung auslöst. Das ist keine Gestaltungsfrage.
Manche Mailsysteme (Outlook mit Safe Links etwa, oder Virenscanner in Mailservern) öffnen enthaltene Links automatisch, um sie zu prüfen. Wäre der Platz über einen einfachen Link buchbar, hätte der Scanner das Rennen entschieden, bevor der Gast die Mail überhaupt gesehen hat.
Ein Storno am Dienstagmorgen
Um 8:12 Uhr sagt jemand seinen Termin für Donnerstag 15:00 bis 16:00 ab. Auf der Warteliste für Donnerstag stehen sieben Personen für dieselbe Leistung.
Vier fallen weg: zwei wegen eines anderen Mitarbeiterwunsches, eine, weil ihr Fenster nur bis 15:30 reicht, eine, weil sie schon fünf Angebote hatte. Von den verbleibenden drei bekommen alle gleichzeitig ein Angebot. Um 8:19 Uhr klickt die zweite, die anderen beiden sehen beim Öffnen, dass der Platz weg ist, und bleiben ohne Nachteil auf der Liste.
Gut zu wissen
- Ein ausdrücklicher Mitarbeiterwunsch wird streng genommen. Wer Anna will, bekommt keinen Platz bei Ben. Wer „egal“ angekreuzt hat, passt überall.
- Das Wunsch-Zeitfenster muss den Termin vollständig enthalten, nicht nur überlappen. Ein Termin 14:00–14:30 passt nicht zu „bis 14:15“. Ein schlechtes Angebot kostet Vertrauen, ein verpasster Treffer kostet nichts.
- Wer das Rennen verliert, bleibt auf der Liste, und der Fairness-Zähler wird zurückgenommen. Nur wer ein Angebot einfach verstreichen lässt, rutscht nach hinten.
- Jede Person bekommt höchstens fünf Angebote insgesamt.
- Zu kurzfristige Termine werden niemandem angeboten, deine Vorlaufzeit gilt auch hier.
- Der Klick auf „Platz nehmen“ ist bewusst ein Knopf und kein Link in der Mail. Manche Mailprogramme öffnen Links automatisch beim Scannen und hätten das Rennen ohne den Gast entschieden.
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