Vorlaufzeit, Buchungshorizont und Stornofrist

Drei Zahlen entscheiden darüber, wie sich deine Online-Buchung im Alltag anfühlt: wie kurzfristig gebucht werden darf, wie weit im Voraus, und bis wann jemand selbst absagen kann. Sie sind schnell eingestellt und haben große Wirkung. Ohne Vorlaufzeit bucht jemand um 9:58 Uhr für 10:00 Uhr; mit einer zu langen verlierst du genau die Termine, die deinen Tag füllen würden.

Wo du es findest

Admin → Einstellungen → Tab Buchung

So geht's

  1. Vorlaufzeit: wie viel Zeit mindestens zwischen Buchung und Termin liegen muss.

    Voreingestellt sind 120 Minuten.

  2. Buchungshorizont: wie weit im Voraus gebucht werden darf.

    Voreingestellt sind 60 Tage.

  3. Stornofrist: bis wie viele Stunden vor dem Termin deine Kundschaft selbst absagen darf.

    Voreingestellt sind 24 Stunden.

Die Vorlaufzeit ist teurer, als sie aussieht

Sie ist voreingestellt auf 120 Minuten. Für einen Salon mit Laufkundschaft ist das oft zu lang: Wer mittags spontan einen Termin für den Nachmittag sucht, findet dann erst welche ab zwei Stunden später und geht womöglich woanders hin.

Umgekehrt schützt sie dich davor, mitten in einem Termin über eine Buchung informiert zu werden, die in fünf Minuten anfängt. Wenn du dein Postfach nicht ständig im Blick hast, ist eine kurze Vorlaufzeit riskant.

Die Betriebsauswertung hat dafür eine passende Zahl: das Vorlauf-Histogramm. Sammelt sich dort eine Spitze genau an deiner eingestellten Grenze, blockiert die Einstellung Buchungen, die es sonst gäbe.

Wofür die Fristen noch gelten

Die Stornofrist gilt auch fürs Verschieben. Wer nicht mehr stornieren darf, darf auch nicht mehr umbuchen, sonst wäre das Verschieben auf einen fernen Termin eine Absage durch die Hintertür.

Die Vorlaufzeit gilt auch für Wartelisten-Angebote. Ein frei gewordener Termin, der zu kurzfristig läge, wird niemandem angeboten.

Für Kurse gilt die Vorlaufzeit ebenfalls, der Buchungshorizont aber nicht. Sonst verschwände ein zwölfwöchiger Kurs bei einem Horizont von sechzig Tagen ab der neunten Woche aus der Liste, obwohl er noch läuft.

Neue Kapazität ist kein Wartelisten-Auslöser

Neue Mitarbeitende, neue Öffnungszeiten, eine weggefallene Schließzeit, all das erzeugt freie Termine, aber kein Wartelisten-Angebot. Die Liste meldet sich nur, wenn ein konkreter Termin frei wird, etwa durch eine Absage. Deshalb bleibt jemand still auf der Liste sitzen, obwohl seit heute eine zweite Person buchbar wäre.

Wenn du trotz ausgebuchtem Tag jemandem einen Termin ermöglichen willst, biete ihn von Hand an: unter Admin → Warteliste über „Termin anbieten“. Der Gast bekommt dieselbe Angebotsmail wie nach einer Absage, nur dass du statt der Automatik die Uhrzeit wählst.

Ein Handwerksbetrieb senkt die Vorlaufzeit

Eingestellt waren 48 Stunden, mit der Begründung, man müsse Material und Anfahrt planen. Das Histogramm zeigte eine auffällige Spitze genau bei 48 Stunden.

Nach dem Senken auf 24 Stunden verteilte sich die Spitze, und die Zahl der Online-Buchungen stieg. Was aussah wie „so buchen unsere Kunden eben“, war in Wahrheit die eigene Einstellung.

Gut zu wissen

  • Die Stornofrist gilt auch fürs Verschieben. Wer nicht mehr stornieren darf, darf auch nicht mehr umbuchen.
  • Für Kurse gilt die Vorlaufzeit, der Buchungshorizont aber nicht, sonst verschwände ein zwölfwöchiger Kurs ab Woche neun aus der Liste.
  • Die Vorlaufzeit gilt auch für Wartelisten-Angebote. Zu kurzfristige Termine werden niemandem angeboten.
  • Neue Mitarbeitende oder neue Öffnungszeiten lösen keine Wartelisten-Benachrichtigung aus. Die Warteliste meldet sich nur, wenn ein konkreter Termin frei wird. Willst du jemandem heute noch einen Termin ermöglichen, biete ihn von Hand an: Admin → Warteliste → „Termin anbieten“.

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