Betriebsauswertung

ab Enterprise

Dieser Tab beantwortet keine Geldfragen, sondern Ablauffragen: Wie kurzfristig wird bei dir gebucht, zu welchen Stunden ist es voll, warum wird abgesagt und wie oft rückt tatsächlich jemand von der Warteliste nach. Das sind genau die Zahlen, die man braucht, um Öffnungszeiten, Vorlauffristen und die Personalplanung zu ändern, und die man ohne Auswertung nur schätzen kann.

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Diese Funktion gibt es ab Enterprise.

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Wo du es findest

Admin → Statistik → Tab Betrieb

So geht's

  1. Tab „Betrieb“ öffnen.

    Oben steht das Vorlauf-Histogramm mit der Same-Day-Quote, darunter die Stoßzeiten-Heatmap.

  2. Das Vorlauf-Histogramm gegen deine eingestellte Vorlaufzeit halten.

    Wenn ein großer Teil deiner Buchungen kurz vor deiner Mindestvorlaufzeit liegt, blockiert diese Einstellung womöglich Termine, die du gerne genommen hättest.

  3. Die Stornogründe durchsehen.

    Sie werden nach dem exakten Wortlaut gruppiert. Wenn dieselbe Sache in mehreren Schreibweisen auftaucht, zähle die Zeilen gedanklich zusammen.

  4. Wartelisten-Quote und die Zähler für Konsultationen, Videotermine und Kurse ansehen.

    Diese Zähler sind der schnellste Weg festzustellen, ob eine eingeschaltete Funktion überhaupt genutzt wird.

Was die Heatmap über deine Öffnungszeiten verrät

Die Heatmap legt Wochentage und Uhrzeiten übereinander und färbt jedes Feld nach der Zahl der Termine. Was hell bleibt, ist eine Zeit, zu der du geöffnet hast, aber kaum gebucht wirst.

Vorsicht bei der Deutung: Ein leeres Feld kann heißen, dass niemand zu dieser Zeit will oder dass du zu dieser Zeit gar nicht anbietest. Die Karte zeigt gebuchte Termine, nicht verfügbare Zeit. Bevor du Öffnungszeiten streichst, prüfe im Kalender, ob dort überhaupt etwas buchbar war.

Warum die Wartelisten-Quote so niedrig aussieht

Gezählt werden ausschließlich Termine, die tatsächlich zustande gekommen sind, nicht die verschickten Angebote. Ein Angebot, das niemand annimmt, verbessert die Quote nicht.

Das ist strenger als die übliche Darstellung, aber es ist die Zahl, die zählt: Ein Angebot, das im Postfach verstaubt, hat deine Lücke nicht gefüllt. Wenn viele Angebote rausgehen und wenige angenommen werden, ist meist das Zeitfenster zum Zusagen zu kurz.

Stornogründe und ihre Schreibweisen

Die Gruppierung vergleicht den Text buchstabengenau. „Krank“, „krank“ und „Krank.“ ergeben deshalb drei getrennte Zeilen, obwohl sie dasselbe meinen.

Wenn dir diese Auswertung wichtig ist, hilft es, im Team eine Handvoll fester Formulierungen zu verabreden. Bei Absagen deiner Kundschaft hast du darauf keinen Einfluss, deren freier Text steht so drin, wie er getippt wurde.

Ein Handwerksbetrieb ändert seine Vorlaufzeit

Das Histogramm zeigt: 38 % aller Buchungen entstehen weniger als 24 Stunden vor dem Termin, ein weiterer großer Block genau bei 48 Stunden.

Die 48-Stunden-Spitze ist verdächtig, sie liegt exakt auf der eingestellten Mindestvorlaufzeit. Der Betrieb senkt sie auf 24 Stunden und sieht im nächsten Zeitraum, dass sich die Spitze auflöst und die Gesamtzahl steigt.

Gut zu wissen

  • Stornogründe werden nach exaktem Wortlaut gruppiert. „Krank“ und „krank“ erscheinen getrennt.
  • Die Wartelisten-Quote zählt tatsächlich zustande gekommene Termine, nicht verschickte Angebote.
  • Die Heatmap zeigt gebuchte Termine, nicht freie Kapazität. Ein helles Feld kann auch bedeuten, dass du dort geschlossen hattest.
  • Der Vorlauf wird ab dem Zeitpunkt der Buchung gerechnet, nicht ab der Bestätigung. Bei manueller Freigabe liegt der tatsächliche Vorlauf also kürzer.

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