Den Kalender nutzen

Ein voller Kalender sagt noch nicht, dass der Tag gut gelaufen ist. Zwischen zwei Terminen können vierzig Minuten liegen, in denen sich nichts mehr unterbringen lässt, verlorene Zeit, die in keiner Auswertung auftaucht. Der Kalender zeigt deshalb nicht nur, was gebucht ist, sondern auch, wo Zeit verfällt: Eine Heatmap färbt deine Auslastung je Wochentag, und der Lücken-Radar markiert Restzeiten, die für deine kürzeste Leistung nicht mehr reichen.

Wo du es findest

Admin → Kalender

So geht's

  1. Wechsle oben zwischen Tag, Woche und Monat.

    Die Ansicht steht in der Adresszeile. Beim Blättern lädt die Seite nicht neu, die Wochen um den aktuellen Monat liegen bereits vor.

  2. Lies die Heatmap je Wochentag: grün unter 30 %, orange 30–70 %, rot über 70 % Auslastung.

    Gerechnet wird gebuchte Zeit geteilt durch geöffnete Zeit. Ein halber Tag Öffnung mit zwei Terminen kann deshalb roter aussehen als ein voller Tag mit vier.

  3. Klicke einen Lücken-Chip an, um sofort einen Termin mit vorbelegter Zeit und Person anzulegen.

    Der Chip führt direkt in die Schnellanlage. Zeit und Mitarbeitende sind vorausgefüllt, du musst nur noch Leistung und Kontakt eintragen.

Die zwei Arten von Lücke

Der Radar unterscheidet zwischen toter Zeit und Einwirkzeit, und das ist der eigentliche Grund, warum es ihn gibt. Tote Zeit ist eine Restlücke, die kürzer ist als deine kürzeste aktive Leistung samt Puffer. Sie lässt sich nicht mehr verkaufen; auch die Zeit bis Feierabend zählt dazu, wenn sie zu knapp geworden ist.

Einwirkzeit ist das Gegenteil: Bei einer Leistung mit Wirkphase (Farbe, die einziehen muss, Material, das trocknet) bist du in dieser Zeit frei. Ist die Phase lang genug, passt ein ganzer Zusatztermin hinein. Der Radar markiert das deshalb nicht als Verlust, sondern als Gelegenheit.

Ohne aktiven Leistungskatalog gibt es kein Maß für „zu kurz“, und dann rechnet der Radar gar nicht erst. Wer also keine Chips sieht, hat entweder keine Lücken oder keine aktive Leistung.

Warum die Heatmap Parallelbuchungen doppelt zählt

Arbeiten zwei Personen zur selben Zeit an zwei Terminen, zählt die Heatmap beide Terminzeiten. Bei zwei Stunden Öffnung und zwei parallelen Einstündern steht die Auslastung damit bei 100 %.

Das sieht auf den ersten Blick falsch aus, ist aber die nützlichere Zahl: Sie zeigt, wie voll es tatsächlich war, nicht wie viel Kapazität noch offen wäre. Wer wissen will, ob eine dritte Person Sinn ergäbe, schaut besser in die Betriebsauswertung.

Ein Dienstag mit einer 35-Minuten-Lücke

Zwischen dem Termin um 10:00 und dem um 11:15 bleiben 35 Minuten. Die kürzeste aktive Leistung des Salons dauert 30 Minuten, dazu 10 Minuten Puffer, es passt also nichts mehr hinein. Der Radar markiert die Lücke rot.

Am Donnerstag zeigt er dagegen eine grüne Einwirkzeit von 40 Minuten während einer Färbung an. Dort ließe sich ein Kurzhaarschnitt unterbringen, und ein Klick auf den Chip legt ihn mit vorausgefüllter Zeit an.

Gut zu wissen

  • Es gibt kein Drag & Drop. Termine lassen sich im Kalender nicht durch Ziehen verschieben, dafür öffnest du den Termin.
  • Der Radar unterscheidet zwei Arten von Lücke: verlorene Restzeit und Einwirkzeit eines laufenden Termins. Die zweite ist kein Verlust, sondern Platz für einen Zusatztermin.
  • Ohne aktiven Leistungskatalog wird gar kein Radar berechnet, es fehlt der Maßstab „kürzeste verkaufbare Leistung“.
  • Parallelbuchungen zählen in der Heatmap bewusst doppelt. Sie zeigt reale Belegung, nicht freie Kapazität.

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